Heute Nacht beim Schreiben fiel es mir ein: ich habe die Unterkunft nicht fotografiert. Und ich habe mir fest vorgenommen, das heute morgen nachzuholen! – Und: wieder vergessen. Man wird halt alt. Also: unsere Unterkunft in St. Ives ist ein Holz-Reihenhaus in einer Ferienanlage, ähnlich CenterParks. In der Anlage gibt es viele Bäume, deshalb stehen die Häuser im Schatten, sind aber innen auch ziemlich dunkel. Unseres hatte einige Gebrauchsspuren, war mäßig ausgestattet und eigentlich zu teuer. Das wird sich in der Bewertung bemerkbar machen. Aber so ist das eben, manchmal hat man auch mal Pech. Gerundet über alle sind wir mit den Unterkünften schon zufrieden.
„Irland 2026 – 24.06.26 – St. Ives bis Newport 368 km“ weiterlesenIrland 2026 – 23.06.26 – Plymouth bis St. Ives 294 km
Heute morgen wache ich um halb sieben auf. Die Sonne, die es nicht ganz in mein Untergeschoss-Schlafzimmer schafft, aber doch durch die hellen Hausdächer ihr kräftiges Scheinen erkennen lässt, ist Vorbote für einen weiteren heißen Tag. Um viertel nach acht verlassen wir Plymouth durch ein Straßengewirr, wie es für Großstädte normal ist. Beim Fahren durch die Viertel sehe ich plötzlich auf dem gegenüber liegenden Hügel etwas was es wohl nur in England gibt: geschätzt 250 gleich anmutende Reihenhäuser stehen dort in Reih‘ und Glied und alle „schön“ parallel ausgerichtet. Da hat ein Bauinvestor keine Gnade mit dem Stadtbild gekannt. Leider kann ich’s auf die schnelle nicht fotografieren.
„Irland 2026 – 23.06.26 – Plymouth bis St. Ives 294 km“ weiterlesenIrland 2026 – 22.06.2026 – Hattersheim bis Plymouth 1023 km
Ich hatte mal wieder alles probiert, um heute ausgeschlafen und ausgeruht die lang ersehnte Reise antreten zu können: alles brauchbare und nötige war zusammengesucht, verpackt und auf dem Motorrad verstaut worden, Gerät und Pilot waren gesund, gewartet und vorbereitet und gestern habe ich mir sogar den Mittagsschlaf verkniffen, damit ich um 20.00 Uhr auch einschlafen kann. Und es hat sogar funktioniert. Binnen weniger Minuten war ich weg – und nach knapp zweieinhalb Stunden wieder da.
„Irland 2026 – 22.06.2026 – Hattersheim bis Plymouth 1023 km“ weiterlesenIrland 2026 – 1 – Prolog
Nach der Reise ist vor der Reise – und das war uns auch schon während der Reise im letzten Jahr klar. In Portugal, Spanien und sogar in Andorra haben Stefan und ich gelegentlich überlegt, welches Ziel in 2026 erstrebenswert sein wird. Geworden ist es schließlich Irland.
Ziemlich festgelegt haben wir uns dann aber erst im Winter. Der Start war eigentlich wieder für den 15. August angedacht; dann wäre der Vegetationsstand in Irland wahrscheinlich ähnlich wie 2023 in Schottland – und das war ja traumhaft (siehe Bericht von damals). Aber auf Grund privater Umstände und auch tageslicht- und wettermäßig haben wir uns umentschieden:
Los geht´s voraussichtlich am 22. Juni 2026. Kurz nach der Sommer-Sonnenwende sind die Tage lang, das Wetter sollte noch etwas trockener als im Hochsommer sein und in der auslaufenden Vorsaison sind die Preise auch noch moderater (hoffentlich).
Im Frühjahr haben wir die Routen geplant, wobei sich Stefan auf die irische und ich mich auf die britische Insel konzentriert habe. Wie bei der Schottland-Tour werden wir den schnellsten Weg nach England durch den Euro-Tunnel unterm Ärmelkanal nutzen. Dann geht es westwärts um flott nach Cornwall zu kommen. Weitgehend an der Küste entlang fahren wir bis ins walisische Fishguard. Von dort bringt uns eine Fähre nach Irland, etwas südlich von Dublin. In Irland führen die Routen in einigen Schleifen im Uhrzeigersinn rund um Irland, einschließlich Nordirland, was ja zu Großbritannien gehört. Von Dublin aus soll es dann nach Nordwales und zurück zum Euro-Tunnel gehen.
Anfang Juni gibt es noch neue Reifen und auch eine Inspektion steht bis zur Reise noch auf dem Programm. Außerdem verlangt GB seit einiger Zeit eine elektronische Reisegenehmigung ETA (wie ich das für die USA kenne). Ich nenne das Eintritt – na ja, was soll´s – läßt sich nicht vermeiden.
Stefan und ich haben dieses Frühjahr schon die eine oder andere Tagestour gemacht und dabei fast immer auch über das bevorstehende Abenteuer gesprochen. Dabei konnten wir das Leuchten in unseren Augen nicht vor einander verbergen.
Wer mag, kann uns an dieser Stelle wieder begleiten. Ich werde wohl jeden Tag etwas schreiben und auch das eine oder andere Foto hochladen; Kommentare sind willkommen!
Gibraltar 2025 (30) – Epilog
Vor 10 Tagen sind wir wieder nach Hause gekommen. Und so glücklich, wie wir auf dem letzten Bild in die Kamera blicken, sind wir auch.
Für mich war es mit 9484 km die weiteste Motorradreise in Europa. Knapp 4 Wochen (27 Tage, 12 Stunden und 55 Minuten) waren wir unterwegs durch 11 Länder: Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien (Gibraltar), Andorra, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Wir haben die schönen und manchmal auch die rausten Seiten von ihnen erlebt. Manches konnte im Bild oder in diesem Blog festgehalten werden, sehr vieles wird unserer Erinnerung überlassen bleiben. Dazu zählen bestimmt die Begegnungen mit den Menschen. Der Host in Arles, die Rezeptionionistin in Muralto, unsere Fremdenführer in Lissabon und Granada, die letzte Wurstverkäuferin vor Amerika, die Familie und der Venezuelaner Javier an der Tankstelle in Aguila de Campoo, Aggi und Claus aus Heide und die beiden Kanadier von Fort Bravo, der Mann, der meine Schlüssel gefunden hat und der Werkstatt-Meister in Malaga.
Besonders schön waren die Stunden mit unseren Verwandten, die wir so fern der Heimat getroffen haben. Liebe Julia und Craig, liebe Marie, Chema, Javier, Candela und Maria und nicht zuletzt liebe Moira und Claude, vielen Dank für die Zeit, die Gespräche und die Zuwendung, die unsere Reise bereichert und sehr dazu beigetragen haben, dass sie uns unvergesslich bleiben wird.
Für mich persönlich hat sich nach der Nordkapp-Reise ein weiterer Traum erfüllt. Dass ich ihn mit einem so lieben Freund wie Stefan teilen konnte, macht mich besonders glücklich und dankbar. Es ist so viel schöner, gemeinsam zu planen, zu entscheiden, zu erleben, das Erlebte zu reflektieren und zu genießen. Viele Dank für deine Begleitung, deine Unterstützung, deine Ratschläge, deine Ermutigungen und vor allen Dingen für deine Kameradschaft und Freundschaft!
Nach der Reise ist vor der Reise! Konkret geplant ist noch nichts, aber Stefan und ich haben das Thema an dem einen oder anderen Abend schon mal angerissen – mal sehen, wie sich das nächstes Jahr so entwickelt …
„Gibraltar 2025 (30) – Epilog“ weiterlesenGibraltar 2025 (29) 20.05.25 – 649 km nach Hause
Es ist gegen neun Uhr morgens und wir hatten gerade eben zum ersten Mal auf der Reise ein bed und ein breakfast. Das heißt B&B nämlich. Das Frühstück war durchaus gut und wir fühlen uns gestärkt und im Stande, heute den Heimweg zu schaffen. Das Navi sagt, Bregenz am Bodensee ist bis zum Nachmittag zu erreichen und dann trennen uns nur noch ein paarhundert Kilometer Autobahn von der Heimat.
„Gibraltar 2025 (29) 20.05.25 – 649 km nach Hause“ weiterlesenGibraltar 2025 (28) 19.05.25 – 463 km bis Muralto (Locarno) CH
Heute soll einiges geschafft werden. Wenn möglich, wollen wir bis zum Lago Maggiore fahren. Vorher ist Monaco als 7. Land unserer Tour natürlich ein Muss. Da wir gestern den Tank fast leer gefahren haben ist vorher noch Tanken angesagt. Vor lauter Lauter und Vorfreude vergesse ich mal wieder die Unterkunft zu fotografieren. Nicht, dass sie besonders schön ist, aber das Bild wird fehlen und Stefan mahnt mich später zur Konzentration. Tanken ist relativ teuer, wahrscheinlich weil Monaco keine Ölvorkommen hat.
„Gibraltar 2025 (28) 19.05.25 – 463 km bis Muralto (Locarno) CH“ weiterlesenGibraltar 2025 (27) 18.05.25 – 272 km bis Beausoleil (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F
Die Nacht gut und günstig verbracht, die Küche nicht gebraucht und warm duschen kann jeder. Um acht Uhr haben wir die Wohnung verlassen und fahren nach Osten zum Lac de Sainte-Croix und der Gorges du Verdon (Verdonschluch). Sie ist eine der tiefsten Schluchten Europas. Bei Motorradfahrern ist sie bekannt und beliebt, weil man die Schucht auf über 90 km langen, eng gewundenen Straßen umrunden kann.
„Gibraltar 2025 (27) 18.05.25 – 272 km bis Beausoleil (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F“ weiterlesenGibraltar 2025 (26) 17.05.25 – 242 km bis Riez (Provence-Alpes-Côte d’Azur) F
Ich glaube, ich bin der Stadt Arles gestern nicht so ganz gerecht geworden. Denn historisch ist sie eine der bedeutendsten von Frankreich. Im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet hat sie viel erlebt und besitzt noch einige historische, ja sogar antike Gebäude.
„Gibraltar 2025 (26) 17.05.25 – 242 km bis Riez (Provence-Alpes-Côte d’Azur) F“ weiterlesenGibraltar 2025 (25) 16.05.25 – 329 km bis Arles (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F
Irgendwie klingt heute der schöne Abend von gestern noch nach. Sehr eilig haben wir es nicht, und so beginnt die heutige Etappe um 9 Uhr. Als erstes sind die Getränkevorräte aufzufüllen und dann wäre ein Frühstück schön, am besten am Meer. Perpignan liegt 10 km vom Meer entfernt. Also fahren wir zunächst Richtung Osten. In dem kleinen Ort Sainte-Marie-Plage finden wir alles, was wir brauchen.
„Gibraltar 2025 (25) 16.05.25 – 329 km bis Arles (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F“ weiterlesen