Gibraltar 2025 (30) – Epilog

Vor 10 Tagen sind wir wieder nach Hause gekommen. Und so glücklich, wie wir auf dem letzten Bild in die Kamera blicken, sind wir auch.

Für mich war es mit 9484 km die weiteste Motorradreise in Europa. Knapp 4 Wochen (27 Tage, 12 Stunden und 55 Minuten) waren wir unterwegs durch 11 Länder: Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien (Gibraltar), Andorra, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Wir haben die schönen und manchmal auch die rausten Seiten von ihnen erlebt. Manches konnte im Bild oder in diesem Blog festgehalten werden, sehr vieles wird unserer Erinnerung überlassen bleiben. Dazu zählen bestimmt die Begegnungen mit den Menschen. Der Host in Arles, die Rezeptionionistin in Muralto, unsere Fremdenführer in Lissabon und Granada, die letzte Wurstverkäuferin vor Amerika, die Familie und der Venezuelaner Javier an der Tankstelle in Aguila de Campoo, Aggi und Claus aus Heide und die beiden Kanadier von Fort Bravo, der Mann, der meine Schlüssel gefunden hat und der Werkstatt-Meister in Malaga.

Besonders schön waren die Stunden mit unseren Verwandten, die wir so fern der Heimat getroffen haben. Liebe Julia und Craig, liebe Marie, Chema, Javier, Candela und Maria und nicht zuletzt liebe Moira und Claude, vielen Dank für die Zeit, die Gespräche und die Zuwendung, die unsere Reise bereichert und sehr dazu beigetragen haben, dass sie uns unvergesslich bleiben wird.

Für mich persönlich hat sich nach der Nordkapp-Reise ein weiterer Traum erfüllt. Dass ich ihn mit einem so lieben Freund wie Stefan teilen konnte, macht mich besonders glücklich und dankbar. Es ist so viel schöner, gemeinsam zu planen, zu entscheiden, zu erleben, das Erlebte zu reflektieren und zu genießen. Viele Dank für deine Begleitung, deine Unterstützung, deine Ratschläge, deine Ermutigungen und vor allen Dingen für deine Kameradschaft und Freundschaft!

Nach der Reise ist vor der Reise! Konkret geplant ist noch nichts, aber Stefan und ich haben das Thema an dem einen oder anderen Abend schon mal angerissen – mal sehen, wie sich das nächstes Jahr so entwickelt …

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Gibraltar 2025 (29) 20.05.25 – 649 km nach Hause

Es ist gegen neun Uhr morgens und wir hatten gerade eben zum ersten Mal auf der Reise ein bed und ein breakfast. Das heißt B&B nämlich. Das Frühstück war durchaus gut und wir fühlen uns gestärkt und im Stande, heute den Heimweg zu schaffen. Das Navi sagt, Bregenz am Bodensee ist bis zum Nachmittag zu erreichen und dann trennen uns nur noch ein paarhundert Kilometer Autobahn von der Heimat.

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Gibraltar 2025 (28) 19.05.25 – 463 km bis Muralto (Locarno) CH

Heute soll einiges geschafft werden. Wenn möglich, wollen wir bis zum Lago Maggiore fahren. Vorher ist Monaco als 7. Land unserer Tour natürlich ein Muss. Da wir gestern den Tank fast leer gefahren haben ist vorher noch Tanken angesagt. Vor lauter Lauter und Vorfreude vergesse ich mal wieder die Unterkunft zu fotografieren. Nicht, dass sie besonders schön ist, aber das Bild wird fehlen und Stefan mahnt mich später zur Konzentration. Tanken ist relativ teuer, wahrscheinlich weil Monaco keine Ölvorkommen hat.

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Gibraltar 2025 (27) 18.05.25 – 272 km bis Beausoleil (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F

Die Nacht gut und günstig verbracht, die Küche nicht gebraucht und warm duschen kann jeder. Um acht Uhr haben wir die Wohnung verlassen und fahren nach Osten zum Lac de Sainte-Croix und der Gorges du Verdon (Verdonschluch). Sie ist eine der tiefsten Schluchten Europas. Bei Motorradfahrern ist sie bekannt und beliebt, weil man die Schucht auf über 90 km langen, eng gewundenen Straßen umrunden kann.

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Gibraltar 2025 (25) 16.05.25 – 329 km bis Arles (Provence-Alpes-Cote d’Azur) F

Irgendwie klingt heute der schöne Abend von gestern noch nach. Sehr eilig haben wir es nicht, und so beginnt die heutige Etappe um 9 Uhr. Als erstes sind die Getränkevorräte aufzufüllen und dann wäre ein Frühstück schön, am besten am Meer. Perpignan liegt 10 km vom Meer entfernt. Also fahren wir zunächst Richtung Osten. In dem kleinen Ort Sainte-Marie-Plage finden wir alles, was wir brauchen.

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Gibraltar 2025 (24) – 391 km bis Perpignan (Okzitanien) F

Das Zimmer ist auch über die Nacht zu kalt geblieben, aber bis zur Nase unter der Decke hab ich im Parterre des Stockbetts sogar einigermaßen geschlafen. Ein Blick nach dem Aufwachen aus dem Fenster und ein zweiter auf die Wettervorhersage lösen zweigeteilte Gefühle aus:

zum einen: Mein Gott, 2 °, das ist ganz schön wenig für einen Start in den Tag!

zum anderen: Geographisch wird es gerade heute morgen weitgehend bergab gehen und unser Ziel liegt am Meer. Es wird also tendenziell wärmer.

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Gibraltar 2025 (23) 14.05.25 – 342 km bis Pas de la Casa (Andorra) AND

Saragossa ist wirklich eine Reise wert. Aber die Unterkunft, sie war zwar ordentlich und modern eingerichtet, aber doch ihren Preis nicht wert. Die Gegend, wo das Haus steht, der Zustand des Treppenhauses, die Bicke der Nachbarn und die Nachbarhäuser, das macht alles keinen besonders vertrauenerweckenden Eindruck. Das glaube ich auch in den Mienen der spanischen Verwandtschaft gelesen zu haben, als sie uns gestern Abend noch heim gebracht haben.

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Gibraltar 2025 (22) 13.05.25 – 775 km nach Saragossa (Aragonien) E

Unsere Unterkunft in Freila liegt schon sehr ruhig. Sie hat eigentlich noch nicht einmal eine richtige Adresse. Wenn ich das richtig verstanden habe ist Cortijo Bacares der Name der Host. Stefan sagt, ohne Koordinaten und Google maps wäre er aufgeschmissen gewesen. Gut geschlafen habe ich trotzdem, nur leider etwas zu lang. Macht nichts, Alarmstart kann ich ja.

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Gibraltar 2025 (21) 12.05.25 – 398 km bis Freila (Granada) E

Nach einem Tag zu Fuß vermissen Stefan und ich das Fahren gleich wieder, obgleich wir seit Beginn der Reise schon über 5500 km zurück gelegt haben.

Um viertel vor neun geht’s los und wir rollen gemütlich im Schatten des Berges hinunter, während die Stadt bei wolkenlosem Himmel uns einen sonnenbeschienenen Abschiedsgruss herauf schickt. Wir brauchen eine halbe Stunde um Granada zu verlassen.

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