Gibraltar 2025 (15) 06.05.25 – 370 km nach Salema/Figueira (Vila do Bispo) P

Lissabon ist eine Reise wert und wir bereuen nicht, zwei Nächte geblieben zu sein. Die Abreise ist etwas aufwendiger als sonst, denn das Parkhaus ist knapp 5 Gehminuten von der Unterkunft entfernt. Wir bringen das Gepäck runter und ich hole als erstes mein Motorrad. Während ich belade, holt Stefan seins und so müssen wir das Gepäck nicht schleppen und es ist immer bewacht. Um viertel nach neun geht es los, nach einer Viertelstunde sind wir über die große Hängebrücke auf der A2 und um 10 Uhr haben wir Stadt und Speckgürtel verlassen und kommen wieder in ländliche Gegenden.

Das spart uns eine Menge Zeit, 50 km und kostet 3 € 50. Schlagartig ist die Landschaft dünner besiedelt und wir biegen nach Süden ab. Links und rechts neben der Straße sieht die Gegend sumpfig aus und wir entdecken Stommasten, dir so aussehen, als würden daran Misteln wachsen. Bei näherem Hinsehen erkennen wir, dass es Nester von Reihern oder Störchen sind, aber gleich mehrere pro Mast. Bei einem müssen es wenigstens ein Dutzend Nester gewesen sein.

Die Straßen sind nun ziemlich gerade und führen durch Haine oder lichte Wälder. Besonders ist, dass bei den Bäumen die Rinde bis 2 m Höhe abgeschält ist.

Die Blätter haben zwar nichts eichenmäßiges, aber die Rinde scheint Kork zu sein.

Der Zustand der Straße ist mangelhaft: es gibt unschöne Schlaglöcher, die entweder durch Frost- oder Wurzelaufbrüche verursacht sind. Wir überholen zweimal einen Pickup, der mit Asphalt beladen ist und von zwei Arbeitern gefahren wird. Sie scheinen defekte Stellen zu reparieren. Plötzlich hält uns ein Polizeiauto an. Es ist ein Begleitfahrzeug für eine Überland-Prozession oder -Wanderung. Man hält uns an, langsam an den etwa 50 Menschen, die übrigens alle eine gelbe Warnweste tragen, vorbei zu fahren.

Um 13 Uhr treffen wir, wie verabredet, in Vila Nova de Milfontes ein und haben mit Stefan’s Tochter und Schwiegersohn eine richtig gute Zeit bei einem sehr leckeren Mittagessen und guten Gesprächen über deren Urlaub, Segel, Wing Surfing, Lissabon und die Confeiteria von Belem und vieles andere mehr.

Mittagessen mit Julia und Greg

Gegen 15.00 Uhr brechen wir auf, denn wir haben noch ein besonderes Abendessen an einem besonderen Ort vor uns.

Bis Sao Teotonio verlaufen die Straßen meist relativ gerade. Als wir dann in Landesinnere abschwenken ändert sich das.

Es wird hügeliger und noch einsammer. Auf Terrassenfeldern wird etwas angebaut, aber ich weiß nicht was.

Auf jeden Fall viel davon .

Schließlich sind wir an dem Ort, wo wir am weitesten von zuhause entfernt sind: am Cabo de São Vicente, dem südöstlichsten Punkt Europas. Hier hat ein unternehmungslustig Mensch eine deutsche Bratwurst-Bude aufgemacht und sie sinnigerweise “ letzte Bratwurst vor Amerika “ genannt. Hier treffen wir ein Ehepaar aus Darmdtadt Weiterstadt, mit denen wir uns nett unterhalten.

Natürlich gibt es auch hier einen Leuchtturm.

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Für einen kurzen Zwischstop an einer Eisdiele ist noch Zeit. Dann die Unterkunft suchen und entspannen.

Unterkunft bei Rui

Die haben wir ganz für uns alleine.

Gesamtstrecke: 370.11 km
Gesamtzeit: 09:58:00
Download file: 250506_G_Track.gpx

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