Alpen 2018 – von Hattersheim nach Obermaiselstein

Der Sommer ist fast vorbei und  nun etwas kühler aber nicht sonnenärmer – ideale Bedingungen, noch einmal eine Spätsommer-Tour zu unternehmen. Noch sind die Alpenpässe weitgehend schneefrei und ich war so lange nicht mehr da. Am 16. September geht’s los.

Um 7.30 Uhr wartet die GS auf ihre erste Alpen-Erfahrung.

gleich geht’s los
alles startklar

Der Morgen ist mit 10 °C zwar noch sehr frisch aber der Himmel ist blau und wolkenlos; nur ein paar wenige sich auflösende Kondensstreifen bilden ein bizarres Muster. Der Frankfurter Flughafen hat regen (Lande-)Vekehr, was man von den Straßen nicht sagen kann. Selbst die Innenstadt von Darmstadt ist Sonntags um diese Zeit noch fast frei von rollenden Fahrzeugen aller Art. Ab da wird es richtig schön: die Straße schlängelt sich  wunderbar durch die bergige Natur. Schon bald bin ich 

bei Bad König

und dann weiter über Walldürn und Tauberbischofsheim bis Bad Mergentheim. Weiter Richtung Süden nähere ich mich der A 6 und durchfahre das Jagst-Gebiet. Die Natur erscheint hier noch etwas wilder, die Besiedlung dünner und so lässt sich manch interessantes beobachten. Auf einer frisch gemähten Wiese entdecke ich doch tatsächlich einen Storch, der sein Mittagessen sucht und nicht daran denkt, sich in den Süden auf zu machen. Wenige Kilometer weiter schrecke ich einen Bussard vom Straßenrand auf, der (völlig unnötigerweise) im Auffliegen einen halsbrecherischen Haken schlägt, um mir zu entkommen.

Hinter Crailsheim folge ich der Bundesstraße bis Ellwangen. Dann geht’s im Zickzack nach Lauingen an der Donau und und wenig später am Kernkraftwerk Grundremmingen vorbei. Da der letzte der drei Reaktoren noch bis 2021 läuft, ist es kein Wunder, dass der eine Kühlturm noch mächtig Wasserdampf in den bayrisch-blauen Himmel entlässt.

Bad Wörishofen umfahre ich östlich und hinter Kaufbeuren erscheinen sie endlich am Horizont:

die Alpen

Nach dem ich schon die ganze Zeit auf einer Höhe von 400 bis 500 Metern gefahren bin, steigt jetzt die Landschaft merklich an. Und es wird alpenländischer. Irgendwie sehen die Häuser hier anders aus, als im übrigen Bayern – die Wahlplakate allerdings nicht. Wo man auch hinschaut, überall Söder und AFD – alle in Bayrisch-Blau. Um viertel vor fünf komme ich in Obermaiselstein an. Weil es noch so früh ist, entschließe ich mich, nach Oberstdorf weiter zu fahren und noch weiter zum südlichsten Punkt von Deutschland. Leider bekomme ich mal wieder den Spaß verdorben (siehe Frankreich-Tour). 10 Kilometer südlich von der Vier-Schanzen-Tournee-Stadt ist Schluss.

Faistenoy, näher komme ich dem südlichsten Punkt nicht

Die letzten ca. 10 Kilometer dürfen nur noch Einheimische mit dem Kfz fahren.

Auf dem Rückweg zu meiner Unterkunft komme ich an der Abfahrt zur Breitachklamm vorbei und passiere dieses

Felsentor

In der Pension Forelle

meine Unterkunft

bekomme ich ein einfaches aber schönes Zimmer mit Bakonnutzung (ganz oben links) und einen leckeren Schweinsbraten zum Abendessen und eine Bayrisch Creme hinterher. Herz was willst du mehr? Und als Betthupferl diese Aussicht vom Balkon:

Allgäu am Abend
Gesamtstrecke: 299.79 km
Gesamtzeit: 10:27:20
Download file: 180916.gpx

 

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