Irland 2026 – 03.07.26 – Derrindaffderg bis Shraigh Hill 280 km

Das WLAN ist hier nur suboptimal, aber irgendwie habe ich den Fleck in der Unterkunft gefunden, wo das Hochladen der Bilder einigermaßen flott geht.

Am nächsten Morgen bin ausnahmsweise mal ich schneller als Stefan, da kann ich noch etwas Duolingo machen. Um viertel nach Acht ist der Start in den Tag.

Die Wettervorhersage meint es bleibt trocken. Bei 13 °C und, sagen wir mal, erhöhter Luftfeuchtigkeit fahren wir ca 15 km bis Castlebar. Dort wird eine dreiviertel Stunde in einem Lokal gefrühstückt, das Stefan wegen der Cream-Cheese-Bagels ausgesucht hat. Der Wirt war ist freundlich und sehr an unserem heutigen Programm interessiert und gibt uns einige Tipps, die wir sehr gerne nutzen würden.

Auf unserem Weg nach Westen machen wir einen kleinen Abstecher zur Ruine der Burrishoole Abbey.

Das Kloster wurde 1469 als Dominikanerhaus, aber zunächst ohne päpstliche Erlaubnis gegründet, dann aber 1486 per Bulle nachträglich genehmigt. Rundherum gibt es einen Friedhof, der offensichtlich heute noch genutzt wird. Tritt man hinten aus der Kirche, gibt es einen schönen Ausblick auf eine schmale Seitenbucht des atlantischen Ozeans

Obwohl es immer wieder für kurze Zeit stark nieselt, fahren wir ungeschützt weiter.

Um viertel vor elf erreichen wir über eine schmale Landbrücke die (Halb)Insel Achill Island und der Niesel wird häufiger.

Es ist ziemlich diesig und obwohl wir direkt an der Küste fahren ist nicht viel zu erkennen und deshalb auch nicht zu fotografieren. Hier ein Blick die Straße zurück, aber nach vorne ist es noch langweiliger.

Dann kommen wir zur eigentlichen Insel Achill Island, die abgesehen von der Hauptinsel die größte Insel Irlands ist. Eine relativ moderne Brücke trägt den steigenden Besucherzahlen Rechnung.

Da es anfängt zu regnen (so war das heute morgen mit der Wetter-App nicht ausgemacht) schauen wir auf den Forecast und entschließen uns in einem kleinen nahegelegenen Lebensmittelgeschäft zu warten, bis es aufhört.

Dem Wild Atlantic Way folgend haben wir im Süden der Insel mal etwas bessere Sicht, was ich sofort für zwei Fotos nutze.

Wenn man etwas sehen kann, ist es auch bei diesem Wetter schön.

Dann wird es immer feuchter und wir fahren wie in einer am Boden liegenden Wolke. Die Sichtweite geht auf 50 m und die Geschwindigkeit auf 25 km/h herunter. Schließlich erreichten wir den Keel West Beach.

Ich werde von einem netten mittelalten Franzosen aus Toulouse angesprochen, der für einen Franzosen sehr gutes Englisch spricht (Entschuldigung für das Vorurteil).

Jetzt heißt es umkehren und über die Nordroute zurück zur Brücke.

Das Wetter ist jetzt sehr garstig. Das Visier beschlägt, wenn es geschlossen ist. Wenn man es auch nur einen Spalt weit öffnet, um dem entgegen zu wirken, bläst sofort der starke Seiten-, Gegen- oder Rückenwind die Regentropfen in den Helm.

Stefan hat noch ein paar alte Steine auf dem Programm. Aber als wir im „Slievemore Deserted Village“, das augenscheinlich nur noch aus ca. 50 cm hohen Mauerresten besteht, ankommen, lassen wir den 200 m langen Fußweg sein und rüsten jetzt regenbedingt und leider zu spät auf.

Bei Dauerregen biegen wir nach der Achill Island Bridge nach Norden ab und wollen noch die Halbinsel Mullet erreichen. Das gelingt uns auch.

Weder der Leuchtturm noch das Wetter können uns in unseren nassen Klamotten noch begeistern. Also halten wir auf dem Rückweg am Besucherzentrum SOLAS, wo wir einen Kaffee und etwas Wärme bekommen.

Es ist jetzt kurz vor halb vier und wir haben keine Lust mehr. Also nutzen wir den großen Vorteil, dieser Art zu reisen: wir suchen die nächstgelegene Unterkunft.

Und wir haben Glück: 15 km Luftlinie entfernt auf der anderen Seite der Bucht finden wir ein Cottage by the Sea. Auf dem Weg dahin können wir bei einem Eurospar noch Pasta und etwas Pesto erstehen.

Die Unterkunft ist klasse. Der Host versorgt uns mit Infos, Brennholz und Waschmittel und ist sehr an unserer Reise interessiert.

Später koche ich die Nudeln und mit einem Glas Rotwein haben wir ein herrliches Abendessen.

Gesamtstrecke: 284.45 km
Gesamtzeit: 08:26:42
Download file: 260703_Irland26_Derrindaffderg_ShraighHill_Track.gpx

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