Irland 2026 – 02.07.26 – Daheraderry bis Derrindaffderg 336 km

Heute soll es einen schönen Tag geben: vormittags bewölkt und ab Mittag zunehmend sonnig. Für die Weiterreise müssen wir die Galway-Bucht umrunden. Um zehn vor Acht starten wir Richtung Nordosten durch den „Burren National Park“.

Die Straßen sind schmal und es gibt wenige Ausweichen. Bei Gegenverkehr müssen beide ganz nach links, am besten da, wo eine Einfahrt oder ein Feldweg mündet.

Unser erstes touristisches Ziel heute ist der Poulnabrone-Dolmen.

Er wurde vermutlich um 3500 vor Christus erbaut und 1986 bis 88 wegen Beschädigungen an einem der Stützsteine restauriert. Bemerkenswert sind die natürlichen Rillen im Boden in denen man Reste von Bestattungen fand. Nicht unweit davon steht dieser Stein etwas seltsam in der Landschaft.

Auf dem Parkplatz treffen wir eine 5-köpfige multinationale Truppe junger Leute, die auch Irland bereisen. Einer von ihnen kommt aus Belfast in Nordirland. Ihn quetsche ich wegen Sehenswürdigkeiten dort aus und wir sprechen eine ganze Weile miteinander.

Mitten im Nationalpark ist der Burren Viewpoint.

In Kinvara, etwa 15 km vor Galway, machen wir Frühstück mit Scones.

Um 12 Uhr sind wir in Galway. Aufhalten wollen wir uns nicht, aber für ein schönes Foto im Hafen reicht die Zeit schon aus.

Der „Wild Atlantic Way“ führt uns entlang der Küste nach Westen. Das Land wird flacher und es gibt viele kleinere oder größere Seen.

Das Land ist grün, hat aber viele Felsen, sodass man glauben könnte, es wird nicht genutzt. Allerdings muss man immer damit rechnen, dass plötzlich Schafe auf der Straße stehen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder sie reißen in wildem Galopp aus oder sie scheren sich einen Dreck um einen und grasen oder schlafen oder schauen in Ruhe weiter.

Auf jeden Fall ist es einfach herrlich hier, obwohl sich der angekündigte Sonnenschein nicht einstellen will.

Dann kommen wieder Berge in Sicht und wir nähern uns dem „Connemara National Park“.

Es hat um die 15 °C und wir sind wieder an der Küste auf dem „Wild Atlantic Way“.

Wir umrunden den Mündungtrichter des Erriff River, einem sehr bekannten Fischfang-Gewässer. Kurz vor der Mündung bildet er die Aasleagh Falls.

An dieser Stelle möchte ich über eine Sache schreiben, die eigentlich schon ziemlich überfällig ist: die Irischen Mauern.

Die Iren lieben Mauern, teils der Not gehorchend, teils dem eigenen Drang. Die Böden in Irland sind oft mit Steinen durchsetzt. Um das Land nutzen zu können, müssen die Steine irgendwo hin. Durch das Errichten von Mauern werden mehrere Ziele erreicht: die Steine sind weg, die Mauern bilden Grundstücks- oder Weidegrenzen für die kein anderes, und schon gar kein unnatürliche Material gebraucht wird und die Mauern bilden Lebensraum für viele Lebewesen.

Allermeist sind sie mit Hand und in Trockenbauweise errichtet. Das heißt, sie werden entweder so wie sie sind, oder behauen aufeinander gelegt. Insbesondere Hausgrundstücke haben zumindest zur Straße hin eine solche Mauer. Dabei ist jede ein Unikat. Hier ein paar Beispiele:

einfach aufeinander gelegt

so behauen, das verschiedene Quader auf- und aneinander passen

gerne auch mit Überwindungsschutz

Die Steine können ganz verschiedene Größen haben

dekorativ mit Deckplatte

ein anerkanntes Irisches (Kunst-)Handwerk

manchmal mit Muster

und manchmal ohne

Kurz vor unserem Tagesziel überqueren wir den Sheeffry Pass (200 m) – traumhaft schön.

In Aghagower besichtigen wir eine Kirchenruine mit rundem Kirchturm.

Da unser Host uns erst ab 18 Uhr in die Unterkunft lassen kann, hatte wir sie um eine Empfehlung fürs Abendessen gebeten. Dieser folgend, haben wir im Lough Inn Restaurant in Partry ein sehr leckeres Dinner. Wir lernen die Besitzerin kennen, die aus Chicago stammt und die die Zutaten für das Essen selbst auf Hydrokultur wachsen lässt. Sie erzählt uns viel davon und so ist der Abend nicht nur schmackhaft sondern auch unterhaltsam.

Um ca. 20.30 Uhr kommen wir in unserer Unterkunft an.

k

l

Gesamtstrecke: 340.02 km
Gesamtzeit: 12:34:51
Download file: 260702_Irland26_Caheraderry_Derrindaffderg_Track.gpx

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