Gestern morgen , wie immer sonntags, habe ich Zeit. Für 9.00 Uhr ist die Abfahrt geplant. Noch genug Zeit zum Packen. Für die zwei Nächte brauche ich sowieso nicht viel. Und was ich brauche geht in die Koffer. Also fahr ich ohne Topcase. Den Hinweg habe ich Samstag noch mit Basecamp geplant und ins Naiv übertragen. Bis dann alles zusammen ist, zeigt die Uhr dann doch halb zehn. Bis Friedberg fahre ich Autobahn, ab da nicht mehr, das ist mir zu langweilig. Der erste Waypoint, den ich eingegeben hatte, war Bad Frankenhausen, südlich vom Kyffhäuser. Alles was dazwischen kommt, ist Überraschung und vom Naiv bestimmt. Am Anfang noch viel bekanntes: an Ockstatt vorbei und ehe ich mich’s versehen, bin ich in Schotten. Also beschließe ich, auf dem Hoherodskopf , eine Kleinigkeit zu essen. Eine Kartoffelwurst mit Brötchen soll es sein. 2,50 € ist scheint nicht zu teuer. Ich bekomme die Wurst, so eine Art rohe Brühwurst im Brötchen – aber eben roh und vor allen Dingen kalt! Also frag ich, ob es die nicht auch warm gibt. Nein, gibt es nicht; warm ist nur die Bratwurst. Aber jetzt hab ich sie schon angepackt, und es ist zu spät, noch umzubestellen. Man lernt nie aus. Das nächste Mal frage ich vorher.

Und weiter geht’s. Über


und am Hainich vorbei fahre ich bei idealem Wetter (heiter bis wolkig, 15 -19 °C) Richtung Kyffhäuser.
Schon zuhause hatte ich mir vorgenommen, auf dieser Reise mal mit der GoPro zu experimentieren. Neulich hatte ich schon mal bei einer Sonntagstour die Helmbefestigung ausprobiert. Das Ergebnis war wenig spektakulär, denn in den Kurven halte ich den Kopf immer so, das die Straße waagrecht bleibt, und das tut sie dann auch, auch im Video – unspektakulär eben. Deshalb hab ich diesmal in Bad Frankenhausen das Ding vorne am Moped festgemacht. Auf den Kyffhäuser hoch (von Süden) filme ich nach vorne.
Oben angekommen, bereue ich dann, kein Topcase dabei zu haben. Da hätte ich nämlich Helm und Jacke unterbringen können. So muss ich beides bei mittlerweile über 20 °C vom Parkplatz gefühlte 100 Höhenmeter mit nach oben schleppen. Aber es hat sich gelohnt:


Am Parkplatz zurück bin ich wie aus dem Wasser gezogen – aber nichts, was sich nicht mit einen schönen

beheben läßt.
Runter nach Norden ist die GoPro dann mal umgedreht montiert:
Jetzt fängt der Harz an. Und ich hatte mir nicht zu viel versprochen: Kurven satt. Von den Städten und Dörfern gefällt mir

am besten.
Das Hotel in Braunlage-Hohegeiß

ist sehr ordentlich: gutes Essen, Garage für’s Moped und freundliche Leute – was willst du mehr!
Gesamtzeit: 08:16:38
wird fortgesetzt …
