DMS Ost 9/24 (10) 409 km durch Thüringer Wald und Rhön nachhause

Urig ist sie ja, unsere Unterkunft. Das historische Haus in der Altstadt von Greiz ist aber vor nicht allzu langer Zeit umfangreich und stilecht renoviert worden. Es gibt zwei „Studio-Wohnungen“ mit jeweils eigenem kleinen Bad auf halber Treppe – und klein ist hier wörtlich zu nehmen. Unseres hat einen Grundriss von ca. 4 m mal 80 cm (kein Schreibfehler), Regendusche, Waschbecken, Schüssel und Fußbodenheizung – alles drin.

Um viertel vor neun geht es auf die letzte Etappe und dann nachhause.

Ein letzter Blick zurück auf Greiz.

Heute morgen steht noch einmal ein spezielles Ziel in nur 7 km Entfernung an: die Göltzschtalbrücke.

Sie ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, hat eine Länge von 574 m und ist 78 m hoch. Erbaut von 1846 – 1851, überspannt sie zweigleisig das Tal der Göltzsch im Vogtland. Beeindruckend, wie sie ist, war sie auch schon Filmkulisse, z.B. für die ZDF-Serie „Vogtland – Mandat für Mai“.

Auf der Suche nach Frühstück, kommen wir durch eine kleine Ortschaft, die zwar kein Café hat, dafür aber einen seltsamen Namen: Neuärgerniß. Ich frage mich nicht nur, wie jemand darauf kommt, einen Ort Neuärgerniß zu nennen, sondern vor allem, warum die Bewohner diesen Namen behalten haben. Während ersteres schon 1734 von einem Geraer Fürst erfolgte, bleibt das zweite wohl deren Geheimnis. Etwas weiter in Zeulenroda-Triebes findet Stefan eine Bäckerei, wo wir frühstücken und uns mit einer sehr schlagfertigen, streitbaren aber freundlichen Verkäuferin unterhalten. Und gerade als wir aufbrechen wollen, spricht uns ein nettes Paar auf unser Kennzeichen MTK an – die Frau hat auch mal im MTK gewohnt. Die Welt ist klein.

Über Schleiz geht es auf wunderschönen Straßen bei tollem Wetter westwärts zum Hohenwarte-Stausee. Über seinem Ufer machen wir schon die nächste Pause.

In den 1930 durch Anstauung der Saale entstanden ist der 27 km lange See mit seinen 7,3 qkm Wasserfläche ein Naherholungsgebiet für die Thüringer.

Die Mauer ist 75 m hoch und hat eine Kronenlänge von 412 m.

Weiter über Saalfeld fahren wir durch den Thüringer Wald bis wir kurz hinter Hildburghausen in die Rhön und nach Bayern kommen. In Bad Königshofen im Grabfeld halten wir nochmal für ein Eis (mit schönen Traditionen soll man nicht brechen). Dann gehts ab Richtung Fulda und schließlich auf die Autobahn nachhause.

Um 17.20 Uhr sind wir wieder in Hattersheim und, wie der Zufall es will, ist der Kilometerstand auf meinem Tacho genau 40000 km.

Gesamtstrecke: 414.65 km
Gesamtzeit: 08:37:10
Download file: Track-240920.gpx

Eine Antwort auf „DMS Ost 9/24 (10) 409 km durch Thüringer Wald und Rhön nachhause“

  1. Eine schöne Tour und ein interessanter Bericht! Viele Ecken davon kenne ich.
    Für Manches müsste man mehr Zeit haben…
    Ich bin seit Samstag Abend auch wieder zu Hause. Malta war sehr sehens- und erlebenswert. Dazu eine nette Reisegruppe und gutes Wetter bei 25-26 Grad.
    Sei lieb gegrüßt ❣️

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