Heute morgen waren es die Möwen von Calais, die mich wecken. Das Bett war bequem aber Frühstück gibt’s keins. Deshalb beschließen wir, Nach Belgien zu fahren, und uns ein nettes Café zu suchen.
Das Packen ist nun ja schon Routine und um kurz vor halb neun fahren wir bei 16 °C in einen herrlichen Morgen. Die Spritpreise hier in Frankreich lassen uns hoffen, dass wir nicht noch vor der belgischen Grenze tanken müssen. Und nach einem kleinen Umweg durch Dünkirchen klappt das gerade so. Hinter der Grenze schlagen wir uns nach links Richtung Meer und finden eine Tankstelle und wenig später ein kleines Café, das zwar kein aufwendiges Frühstück zu bieten hat, dafür aber leckeren Kuchen, Kaffee und die beste heiße Schokolade meines Lebens (kein Wunder: in Belgien). Allerdings muss ich sie mir selber zubereiten. Der nette Ober bringt mir dafür ein Glas heiße Milch, ein Gläschen mit dunklen Schokoladenstückchen, ein Schälchen mit Schlagsahne und ein Schnapsglas mit Eierlikör. In letzteren habe ich nur den Finger gestippt. Mehr geht beim Motorradfahren nicht.
Der Rückweg durch Belgien verläuft bis Leuven auf der E40, die fast schnurgerade nach Osten verläuft. Dann nehmen wir die E314. In Maasmechelen wird nochmal getankt und ein paar Kilometer durch die Niederlande gefahren. Hinter der Grenze nach Deutschland besuchen wir noch den westlichsten Punkt von Deutschland in Selfkant.

In der „nahegelegenen“ Kreisstadt Heinsberg gibt es noch eine kleine Stärkung aus einer Metzgerei. Und weil es sowieso auf dem Weg liegt fahren wir noch beim Werksverkauf von Haribo in Grafschaft-Ringen vorbei. Dann geht’s Richtung Heimat und als ich über den Elzer Berg komme und den Limburger Dom in der Abendsonne sehe, denke ich an die Heimfahrt aus Norwegen: das gleiche schöne Bild, das die letzten 40 km leicht werden läßt. Um kurz nach 18.00 Uhr sind wir bei mir zuhause. Zum Schluss noch ein gemeinsames Selfi und ein herzlicher Abschied – alles weitere wird sich die nächsten Tage finden.
Dank an alle, die uns diese 3 Wochen ermöglicht haben und Dank sei Gott, der uns auf der Reise beschützt hat einschließlich der heutigen 637 km.
Demnächst gibt es noch einen Epilog.
Gesamtzeit: 09:33:18
