Schottland 2019 – Tag 10: Amsterdam

Die Nacht auf der Fähre ist für einige recht unruhig. Der Seegang ist doch stärker als bei der Hinfahrt und man ist beim Spazieren über Decks und Flure zu so manchen Ausgleichsbewegungen gezwungen, um das Gleichgewicht zu behalten.

Ich selbst, und Gott sei Dank auch die Liebste, haben damit keine Probleme und wir schlafen vergleichsweise gut. Auch das Frühstück schmeckt wieder allen, was ja auch bei der Üppigkeit der Auswahl nicht verwundert. Aber man denkt schon daran, dass die Reise jetzt kurz vor dem Ende steht. Die Sachen sind gepackt und wir stehen auf dem Flur von Deck 9 und warten darauf, dass man uns zu den Motorrädern läßt. Ich gehe nochmal raus und werde vom Kontinent mit gutem Wetter begrüßt.

wieder in IJmuiden

Auf den Kfz-Decks herrscht rege Geschäftigkeit. Die Mopeds werden beladen und entfesselt und jeder hat erstmal mit sich selbst zu tun. Dann beginnt die Warterei, denn gefühlt dürfen wir erst als allerletzte von Bord. Da gibt es noch jede Menge Zeit für ein bischen Smalltalk. Außerdem kann man beobachten, wie geschickt oder ungeschickt sich die Kraftfahrer auf dem Deck unter uns verhalten. Ein Jaguar E ist schon auf dem Weg zur Rampe, da geht er aus und der Fahrer braucht mehrere Versuche, erneut zu starten (bei einem Fahrzeug, fast so alt wie ich, sind solche Anlaufschwierigkeiten wohl verzeihlich). Dann muss ein Busfahrer in der Enge mehrmals vor und zurück fahren, um an einem stehenden Auflieger mit Anhänger, dafür aber ohne Zugmaschine vorbei zukommen.

Dann sind wir aber schließlich doch dran. Zusammen mit schätzungsweise hundert weiteren Motorrädern, die meisten aus den Niederlanden, verlassen wir die „King Seaways“.

Abschied im Hafen

Hinter der Passkontrolle sind wir an der Stelle verabredet, wo wir uns auch bei der Hinfahrt getroffen hatten. Unser Guide erklärt uns nochmal die Sache mit dem Fotoportal und gibt ein kurzes Resümee. Und dann ist es soweit: wir verabschieden uns alle von einander, Hände werden geschüttelt und Umarmungen ausgetauscht und alle sind ein bisschen traurig auseinander zugehen und ein bischen froh eine gute und unfallfreie Zeit miteinander verbracht zu haben. Mir geht es jedenfalls so. Und ich möchte Euch allen danken, die ihr mir die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht habt. Vielen Dank auch für die Ermutigungen und das Feedback zu diesem Blog.

Auf meine Liebe und mich wartet jetzt Amsterdam. Leider sind im Amsterdam Noord das Zimmer noch nicht fertig, als wir dort mittags ankommen. Wir müssen uns auf der Toilette umziehen und unser Gepäck zur Aufbewahrung aufgeben.

Eine kostenfreie Fähre für Fußgänger und Fahrradfahrer bringt uns hinüber zum Hauptbahnhof.

Hauptbahnhof Amsterdam

Der Fußweg durch die Innenstadt zum Anne-Frank-Haus lehrt uns, das man hier in der Nahrungskette der Verkehrsteilnehmer ziemlich weit unten steht, jedenfalls noch unter den Fahrradfahrern. Alles ist hier auf das Fahrrad aufgerichtet: Fahrradwege, Fahrrad-Parkhäuser (Mehrzahl und mehrstöckig), Fahrrad-Verleiher u.s.w. Zwei Dinge in diesem Zusammenhang sieht man allerdings selten: Fahrräder mit E-Motor und Fahrräder mit platten Reifen.

Direkt am Bahnhof ist die größte katholische Kirche Amsterdams.

St. Nikolaus Basilika

Dann ging’s kreuz und quer durch die Krachtenstadt.

Krachtenblick

Am Anne-Frank-Haus buchen wir eine zweistündige Krachten-Rundfahrt. Viele schöne Fotos und interessante Informationen finden sicher in einem Fotobuch noch Platz. Für diesen Blog sollen es noch zwei sein.

Das Nemo

und das schönste von den vielen Käse-Kaufhäusern der Stadt.

Käse-Haus

Nach einem sehr guten Abendessen nutzen wir den hoteleigenen Shuttle-Service zurück zum Hotel.

Morgen nach dem Frühstück fahren wir noch zu Verwandten im Münsterland und dann nachhause.

Gesamtstrecke: 40.35 km
Gesamtzeit: 00:35:16
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4 Antworten auf „Schottland 2019 – Tag 10: Amsterdam“

  1. Hallo Markus!
    Herzlichen Dank für das Miterleben dieser Reise! Silvia/ Gert haben mir das ermöglicht. Wir kennen uns von der Youngtimerreise Süd-Endland 2017.
    Bis auf Skye kenne ich Schottland, allerdings mit Flug nach Edinburgh und Auto. Das nochmal zu erleben war ein tolles Erlebnis!
    Viel Freude in Amsterdam, da war ich letztes Jahr mit dem Bus. Eine bemerkenswerte Stadt!
    Vielleicht sieht man sich mal bei einer YT-Reise!
    Grüße von Karin aus Gersthofen

  2. Hallihallo Markus,
    wir sind wieder gut zu Hause gelandet und haben zur Freude aller Daheimgebliebenen den Regen mit nach Hause gebracht.Heute regnet es im Harz unaufhörlich und dadurch gibt es Zeit sich die Schottlandtour nochmal durch den Kopf „fahren“ zu lassen. Die Tour war genial das ist sicherlich auch Schottland mit seinergrandiosen Naturkulisse geschuldet.
    So sind wir doch durch Täler und Schluchten auf Pfaden über Berge und dann wieder durch enge und weite Kurven ,oft achterbahnmäßig durch und um Schottland auf unseren „Hengsten“ geritten oder im Trab gefahren.
    Dir danke ich ganz besonders für den authentischen Bericht mit den präziesen Angaben über Ort, Länge ,Höhe ,Geschichte und Zeit der einzelnen Touren.
    Liebe Grüße Sabine..

  3. Hallo Markus,
    auch uns hat der Alltag wieder.
    Vielen Dank Dir für Deine so ausführlichen und präzisen Ausführungen in diesem Blog. Das lässt die sehr schöne Reise immer wieder Revue passieren. Ja, den Regen haben wir unseren Liebsten mit nach Hause gebracht, aber auch viel zu erzählen. Und Dank deines Blogs vergisst man nichts .
    Euch alles Gut, vielleicht sieht man sich mal wieder.
    Silvia und. Gert

  4. Hallo Markus,
    Zu guter letzt auch noch ein Feedback von eurem“Leithammel“.
    Respekt für die Arbeit, die du in deinem Blog steckst und die akribische Recherche. Mir hat die Tour mit euch und der ganzen Truppe viel Spaß gemacht. Da ich momentan schon wieder unterwegs bin (Toskana), hatte ich erst jetzt Zeit, den Blog ganz zu lesen.
    Allen Teilnehmern noch eine schöne Restsaison und vielleicht sieht man doch im nächsten Jahr wieder.

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