Heute soll es eigentlich nach Fehmarn gehen, aber das Wetter soll am Nachmittag schlechter werden, im Gegensatz zu morgen. Außerdem ist mir heute nach Ausruhen und deshalb schaue ich mir Lüneburg und seine Umgebung an.
Ich wohne hier im westlichen Teil der Altstadt, einer der ältesten und malerischsten überhaupt. Und so fängt Sightseeing für mich direkt vor der Haustüre an.

Mein erster Weg führt zum Rathaus, denn da ist die Tourist-Info – da bekommt man bestimmt einen Stadtplan.

Leider machen die erst um 9.30 Uhr auf. Also, dann erstmal auf eigene Faust Richtung Ilmenau.



Dann weiter nach Süden zu etwas, das man sowohl Straße wie auch Platz nennen könnte: “Am Sande“

Nun wieder südwestlich vorbei am Deutschen Salz Museum in den Kurpark.

Dann zurück Richtung Ilmenau stoße ich auf die katholische Kirche.

Die drei augenfälligsten Kirchen in Lüneburg sind alle evangelisch: St. Johannis, St. Nicolai und St. Michaelis – und alle sind Backstein-gothisch. Man kann sie gut vom Wasserturm aus sehen, der eines der Wahrzeichen der Stadt ist.

Also nichts wie hoch – und der Ausblick lohnt sich.


Als ich die Kirche betrete, übt gerade der Organist und ich setze mich einen Augenblick. Dann schlendere ich an der Ilmenau entlang, bis Anna`s Cafe meine Aufmerksamkeit erregt. Ich setze mich ans Ufer und bestelle Kaffee und Kuchen.

So gestärkt besuche ich doch noch die Tourist-Info und warte, dass es 12.00 Uhr wird. Dann soll nämlich das Porzellan-Glockenspiel erklingen. Aber ich warte vergebens. Im Internet lese ich, dass sie nur bei warmen Wetter spielen und 11°C ist offensichtlich zu kalt. Auf meinem Heimweg besuche ich noch St. Nicolai.

Der Stadtteil, in dem ich wohne, zählt zum sogenannten Senkungsgebiet der Stadt Lüneburg. Durch das ständige Abpumpen der Salzlauge sind im Laufe der Jahrhunderte Hohlräume entstanden, die zu einem Absenken des Bodens und zu Schäden an Gebäuden geführt haben. Sie sind heute noch sichtbar – sofern das Haus noch steht.

Das hat aber der Schönheit der meisten Häuser nicht geschadet.



So, nun ist genug gelaufen, schließlich ist das ein Motorrad-Urlaub. Also bastele ich mir schnell mit dem Navi eine kleine Rundstrecke um Lüneburg und schon geht’s los. Zunächst nach Süden und in einem Vorort entdecke ich diesen lauschigen Weiher.

Dann gegen den Uhrzeigersinn bis Neetze, wo ich dieses schöne Gutshaus gefunden habe.

Dann fahre ich nach Lauenburg an der Elbe, weil ich gehört habe, es sei dort schön. Das stimmt auch, aber es gibt zu viele Schilder, die die Durchfahrt für Motorräder verbieten. Ok – dann eben kein Foto. Besser läuft es ein paar Kilometer flussabwärts in Geesthacht.

Die Runde schließt sich nördlich von Lüneburg in Bardowick, wo ich dieses auffällige Cafe gefunden habe.

Um 16 Uhr bin ich wieder in der Unterkunft und blogge noch ein bisschen.
Nachtrag:

Hier hatte ich zum Abendessen Spargel und Schinken.
Gesamtzeit: 02:59:13
